Lugdunum Museum der gallorömischen Zivilisation
Why is it significant?
Treten Sie durch das unaufdringliche Eingangsportal in das Lugdunum Museum für gallorömische Zivilisation in der Rue Cléberg ein, ein bahnbrechendes Meisterwerk moderner Museumsarchitektur.
Key Facts
| Place | Lugdunum Museum der gallorömischen Zivilisation |
|---|---|
| Address | Rue Cléberg 17, 69005 Lyon, France |
| Geo Coordinates | 45.76080, 4.81980 |
| Part of Walk | Fourvière und das Vieux Lyon: Von der gallorömischen Metropole Lugdunum zu den Renaissance-Traboules |
| Generated | Generated |
Treten Sie durch das unaufdringliche Eingangsportal in das Lugdunum Museum für gallorömische Zivilisation in der Rue Cléberg ein, ein bahnbrechendes Meisterwerk moderner Museumsarchitektur. Der renommierte französische Architekt Bernard Zehrfuss versenkte das 1975 eröffnete Museumsgebäude vollständig in das Erdreich des Hügels, um das Erscheinungsbild der benachbarten antiken Theaterruinen nicht zu stören. Im Inneren führt eine monumentale schneckenförmige Rampe aus rohem Sichtbeton sanft über fünf Stockwerke hinab, unterbrochen von panoramaartigen Fensterbändern, die den Blick unmittelbar auf die Ausgrabungsstätten freigeben. Die Sammlung zählt zu den bedeutendsten archäologischen Ensembles Europas und wird von der berühmten Tabula Claudiana gekrönt: einer gewaltigen Bronzetafel aus dem Jahr 48 nach Christus, auf welcher die Rede des in Lyon geborenen Kaisers Claudius festgehalten ist, mit der er den gallischen Stammesfürsten das Recht auf den römischen Senatorensitz erstritt. Neben monumentalen Statuen römischer Götter zeigt das Museum fein gearbeitete Grabstelen, farbenfrohe Mosaiken gallischer Jagdszenen und Zeugnisse des alltäglichen Handwerkslebens an den Flüssen Saône und Rhône. Das Zusammenspiel von kühnem Beton und klassischer Antike fasziniert die Sinne. Die Ausstellungsräume strahlen erhabene Ruhe aus. Im weitläufigen Gartenbereich rund um den unterirdischen Museumsbau wachsen mediterrane Pinien, Zypressen und Zistrosen, die an die antike Landschaft des kaiserlichen Galliens erinnern. Besucher genießen hier nach dem Museumsrundgang den freien Blick über die römischen Theater.
Betrachten Sie die lateinischen Schriftzeichen auf der Tabula Claudiana: die 1528 von einem Tuchmacher zufällig in einem Weinberg entdeckte Bronzetafel bewahrt den authentischen Wortlaut und den Humor des Kaisers Claudius.
Das Museum birgt auch den rätselhaften Kalender von Coligny, den umfangreichsten erhaltenen Text in gallischer Sprache, der einen komplexen keltischen Lunisolarkalender aus dem zweiten Jahrhundert dokumentiert.
Beachten Sie den architektonischen Kunstgriff: Zehrfuss gestaltete den spiralförmigen Abstieg bewusst wie den Schnitt durch eine archäologische Grabungsschicht, sodass Besucher körperlich in die Vergangenheit hinabsteigen.
Wandern Sie nun nordostwärts entlang des Hügelkamms zur stählernen Spitze der Tour Métallique.