Grand Hôtel-Dieu und Soufflots Monumentale Kuppel
Why is it significant?
Richten Sie Ihren Blick auf die fast vierhundert Meter lange Uferfront des Grand Hôtel-Dieu, die sich majestätisch entlang des Quai Jules Courmont am Ufer der Rhône hinzieht.
Key Facts
| Place | Grand Hôtel-Dieu und Soufflots Monumentale Kuppel |
|---|---|
| Address | Quai Jules Courmont 1, 69002 Lyon, France |
| Geo Coordinates | 45.75870, 4.83660 |
| Part of Walk | Königliche Presqu'île von Lyon: Monumentale Plätze, Soufflots Kuppel und der Bartholdi-Brunnen |
| Generated | Generated |
Richten Sie Ihren Blick auf die fast vierhundert Meter lange Uferfront des Grand Hôtel-Dieu, die sich majestätisch entlang des Quai Jules Courmont am Ufer der Rhône hinzieht. Als eines der herausragendsten Meisterwerke des französischen Klassizismus wurde dieser monumentale Spitalkomplex ab 1741 von dem genialen Baumeister Jacques-Germain Soufflot entworfen, der später mit dem Panthéon in Paris Weltruhm erlangte. In der Mitte der streng gegliederten Werksteinfassade ragt die zweiunddreißig Meter hohe Hauptkuppel empor, bekrönt von einer steinernen Laterne und der Statue der Barmherzigkeit. Über acht Jahrhunderte lang, von den Anfängen im zwölften Jahrhundert als Pilgerhospiz bis zur Schließung des Krankenhauses im Jahr 2010, fanden hier Kranke aller Stände unentgeltliche Pflege und Heilung. Bereits 1532 wirkte der weltberühmte Humanist und Schriftsteller François Rabelais hier als leitender Spitalarzt, während er an seinem unsterblichen Werk Gargantua schrieb. Die monumentale Uferzeile mit ihren rhythmischen Pilastern und gequaderten Sockelgeschossen galt damals als revolutionäres Vorbild für moderne Hospitalbauten in ganz Europa. Nach einer preisgekrönten Restaurierung im Jahr 2018 erstrahlt der weiße Stein in altem Glanz. Die Spiegelung der Kuppel im Flusswasser begeistert jeden Betrachter. Die weitläufigen Innenhöfe des historischen Spitals dienten früher den Ärzten und Ordensschwestern als Wandelgänge, auf denen sie sich zwischen den anstrengenden Visiten erholen konnten.
Bestaunen Sie die bautechnische Raffinesse der Soufflot-Kuppel: als doppelschalige Steinkuppel konstruiert, erzeugte sie einen natürlichen thermischen Luftzug, der verbrauchte Luft aus den Krankensälen ins Freie abführte.
François Rabelais bezog als Spitalarzt 1532 ein Jahresgehalt von fünfzig Livres und nutzte die ruhigen Nachtdienste im Lazarett, um an seinen satirischen Riesenromanen zu feilen.
Über ein Drittel aller Bewohner Lyons erblickte im zwanzigsten Jahrhundert in der hiesigen Geburtsklinik das Licht der Welt, was die tiefe emotionale Verbundenheit der Bürger mit dem Monument erklärt.
Betreten Sie nun das Innere des Komplexes, um die stillen Gartenhöfe der Cour du Midi zu erkunden.