Clocher de la Charité und Place Antonin Poncet

Why is it significant?

Verweilen Sie auf dem ruhigen, mit Platanen bepflanzten Place Antonin Poncet vor dem freistehenden Steinturm des Clocher de la Charité, der sich nobel gegen den Stadthimmel abhebt.

Key Facts

PlaceClocher de la Charité und Place Antonin Poncet
AddressPlace Antonin Poncet 1, 69002 Lyon, France
Geo Coordinates45.75620, 4.83450
Part of WalkKönigliche Presqu'île von Lyon: Monumentale Plätze, Soufflots Kuppel und der Bartholdi-Brunnen
GeneratedGenerated

Open the walk

Verweilen Sie auf dem ruhigen, mit Platanen bepflanzten Place Antonin Poncet vor dem freistehenden Steinturm des Clocher de la Charité, der sich nobel gegen den Stadthimmel abhebt. Entworfen im Jahr 1667 vom städtischen Architekten Jacques Mimerel, ist dieser barocke Kirchturm das einzige erhaltene Bauzeugnis des monumentalen Hôpital de la Charité, das 1614 gegründet worden war, um den Ärmsten, verwaisten Kindern und schutzlosen Pilgern Zuflucht zu bieten. Als die Stadtverwaltung die weitläufigen Spitalgebäude 1933 abriss, um eine Sichtachse zum Flussufer der Rhône zu öffnen, erstritten engagierte Bürger den Erhalt dieses Glockenturms als Denkmal dreier Jahrhunderte städtischer Nächstenliebe und Medizingeschichte. Der Platz wurde neu gestaltet und nach Antonin Poncet benannt, einem wegweisenden Lyoner Chirurgieprofessor, der moderne antiseptische Behandlungsmethoden in den Operationssälen einführte. Die sorgfältig behauenen Werksteinquader aus goldenem Kalkstein strahlen im Sonnenlicht Wärme aus, während die umstehenden Bänke unter den Baumkronen zu beschaulicher Betrachtung der Flussnähe einladen. Das Rauschen der flachen Wasserbecken und die schattenspendenden Bäume laden zum Innehalten ein. Das warme Mauerwerk aus edlem Werkstein atmet historische Würde. Das gleichmäßige Plätschern der Wasserbecken und die ruhige Atmosphäre der Alleen machen diesen Ort zu einem beliebten Treffpunkt für Schachspieler und Spaziergänger aller Generationen. Im Schatten der Bäume finden Berufstätige in der Mittagspause wohltuende Erholung.

Bewundern Sie die durchbrochene Steinbalustrade und die achteckige Kuppelbekrönung: Mimerel verband klassische Strenge mit barocker Leichtigkeit und schuf eine der harmonischsten Turmsilhouetten der Region.

Im historischen Armenhaus existierte eine geheime Drehlade, in die verzweifelte Mütter ihre neugeborenen Kinder anonym legen konnten, damit die barmherzigen Schwestern für ihr Überleben sorgten.

Betrachten Sie das Hauptpostgebäude an der Westseite: 1938 von Michel Roux-Spitz im Art-déco-Stil erbaut, zeigt es ein neunzig Meter langes monumentales Steinrelief zur Geschichte des Nachrichtenwesens.

Gehen Sie nun nach Nordosten am Quai Jules Courmont entlang zur monumentalen Fassade des Grand Hôtel-Dieu.