Hauptkirche St. Katharinen
Why is it significant?
Blicken Sie hinauf zur geschwungenen Turmhaube der Hauptkirche St. Katharinen, deren vergoldete Krone im Sonnenlicht über dem ehemaligen Hafenarbeiter- und Speicherviertel leuchtet.
Key Facts
| Place | Hauptkirche St. Katharinen |
|---|---|
| Address | Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg, Germany |
| Geo Coordinates | 53.54580, 9.99450 |
| Part of Walk | Altstadt, Rathaus, Kontorhäuser und Speicherstadt: Hanseatische Kaufmannsmacht |
| Generated | Generated |
Blicken Sie hinauf zur geschwungenen Turmhaube der Hauptkirche St. Katharinen, deren vergoldete Krone im Sonnenlicht über dem ehemaligen Hafenarbeiter- und Speicherviertel leuchtet. Gegründet in der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts auf der Elbinsel Grimm, war diese gotische dreischiffige Hallenkirche das geistliche Zentrum für Schiffer, Schiffszimmerer und die im Überseehandel tätigen Kaufleute. Nach Einsturz des alten Kirchturms im Jahr 1648 erhielt das Bauwerk seinen unverwechselbaren barocken Turmhelm nach Plänen von Peter Marquard, gekrönt von der goldenen Märtyrerkrone der heiligen Katharina von Alexandrien, die der Legende nach aus dem Piratengold des 1401 enthaupteten Freibeuters Klaus Störtebeker gegossen wurde. Auch musikalisch besitzt St. Katharinen Weltruhm: Im siebzehnten Jahrhundert wirkte hier der berühmte Organist Johann Adam Reincken, dessen virtuoses Spiel den jungen Johann Sebastian Bach 1720 zu einer enthusiastischen Pilgerreise nach Hamburg bewegte. Nach schweren Kriegszerstörungen 1943 wurde die Kirche bis 1957 behutsam wiederaufgebaut, und 2013 gelang die gefeierte Rekonstruktion der historischen Bach-Orgel. Die warme Ausstrahlung des roten Backsteins und die maritime Verwurzelung machen dieses Gotteshaus zu einem stillen Zufluchtsort inmitten der geschäftigen Handelsstadt. Die goldene Krone hoch oben am Turm erinnert an die Schutzpatronin aller Schiffsleute und die reiche Kaufmannstradition. Das warme Licht, das durch die hohen gotischen Spitzbogenfenster in den Kirchenraum fällt, erhellt die weißen Wände und die reich verzierten Grabplatten hamburgischer Reeder.
Schauen Sie genau auf die Spitze des Turms: Die vergoldete Krone glänzt weithin über den Dächern und erinnert an die Schutzpatronin der Seeleute. Der weithin hörbare Klang der rekonstruierten Bach-Orgel erfüllt das Kirchenschiff an Festtagen mit einer feierlichen musikalischen Erhabenheit.
Der Legende nach stammt das Feingold der Turmkrone aus dem hohlen Hauptmast des Kaperschiffes von Klaus Störtebeker, der 1401 auf dem Grasbrook hingerichtet wurde.
Johann Sebastian Bach bewarb sich 1720 um die Organistenstelle an St. Jacobi und spielte zuvor stundenlang auf der Katharinenorgel zur Verblüffung des Meisters Reincken.
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