Lohsepark und Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof

Why is it significant?

Schreiten Sie über die sanft gewellten Rasenflächen des Lohseparks, der sich wie ein langes grünes Band vom Ericusfleet bis zum Baakenhafen erstreckt. Tausende junge Birken, Zierapfelbäume und Gräser säumen diesen zentralen Bürgerpark.

Key Facts

PlaceLohsepark und Gedenkstätte Hannoverscher Bahnhof
AddressLohseplatz 1, 20457 Hamburg, Germany
Geo Coordinates53.54200, 10.00750
Part of WalkHafenCity, Elbphilharmonie und Traditionsschiffe: Moderne Architektur und maritime Seele
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Schreiten Sie über die sanft gewellten Rasenflächen des Lohseparks, der sich wie ein langes grünes Band vom Ericusfleet bis zum Baakenhafen erstreckt. Tausende junge Birken, Zierapfelbäume und Gräser säumen diesen zentralen Bürgerpark. Doch inmitten dieser friedlichen Idylle erinnert ein tief berührender Gedenkort an das dunkelste Kapitel der Hamburger Stadtgeschichte. Die sanft ansteigenden Wiesenflächen und die locker gepflanzten Bäume schaffen einen lichten, freundlichen Raum für Begegnung und stilles Innehalten mitten in der Stadt.

Hier stand einst der Hannoversche Bahnhof, von dessen Gleis zwei zwischen den Jahren 1940 und 1945 mehr als achttausend jüdische Bürger sowie Sinti und Roma in die Vernichtungslager des Nationalsozialismus deportiert wurden. Die historische Gleistrasse wurde als begehbare Fuge mitten durch den Park als Mahnmal freigelegt. Die Freilegung der historischen Bahnsteigkante macht das unfassbare Schicksal tausender verfolgter Familien an diesem authentischen Ort unvergesslich greifbar. Jeder Stein und jeder Balken atmet hier den unverwechselbaren Geist einer Stadt, die seit Jahrhunderten von Kaufmannsmut und hanseatischer Weltoffenheit geprägt wird.

Der Park selbst umfasst eine Fläche von vier Hektar und wurde im Jahr 2016 als größter Park der HafenCity feierlich eröffnet. Landschaftsarchitekten schufen sogenannte Terrassengärten und Sitzstufen, die zum ruhigen Nachdenken und Verweilen einladen. Zahlreiche Bänke und schattige Holzdecks bieten Spaziergängern die Möglichkeit, in Ruhe zu lesen oder den Blick über die weite Graslandschaft wandern zu lassen. Wer mit offenen Augen durch diese Straßen geht, entdeckt faszinierende Details, die vom unaufhaltsamen Wandel der Hafenmetropole zeugen.

Eine Gedenkwand aus rostbraunem Cortenstahl listet die Namen der Deportierten und die Daten der Deportationszüge auf. Viele Nachkommen aus der ganzen Welt besuchen diesen Ort, um Blumen niederzulegen und der Opfer zu gedenken. Regelmäßig legen Schulklassen und Bürger hier weiße Rosen nieder, um ein klares Zeichen gegen das Vergessen und für Menschlichkeit zu setzen.

Halten wir das Andenken in Ehren und setzen unseren Spaziergang nach Süden fort. Vor uns überspannt die kühne Baakenhafenbrücke das weite Wasser des Baakenhafens. In Gedanken an die Geschichte setzen wir unseren Weg mit Respekt und Achtsamkeit fort.

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