Palais des Nations und Völkerbundpalast
Why is it significant?
Bestaunen Sie die monumentalen Ausmaße des Palais des Nations, des zweitgrößten Gebäudekomplexes in ganz Europa nach dem Schloss von Versailles.
Key Facts
| Place | Palais des Nations und Völkerbundpalast |
|---|---|
| Address | Palais des Nations, 1211 Genf, Schweiz |
| Geo Coordinates | 46.22650, 6.14050 |
| Part of Walk | Internationales Genf: Völkerbundpalast und Erbe des Roten Kreuzes |
| Generated | Generated |
Bestaunen Sie die monumentalen Ausmaße des Palais des Nations, des zweitgrößten Gebäudekomplexes in ganz Europa nach dem Schloss von Versailles. Zwischen 1929 und 1938 von einem internationalen Architektenkollektiv um Henri-Paul Nénot und Julien Flegenheimer erbaut, diente der neoklassizistische Palast ursprünglich als weltweites Hauptquartier des Völkerbundes. Seit 1946 beherbergt er das Büro der Vereinten Nationen in Genf (UNOG), in dem jährlich mehr als zwölftausend diplomatische Konferenzen und Friedensverhandlungen stattfinden.
Blicken Sie über den Ehrenhof Cour d'Honneur auf die monumentale bronzene Armillarsphäre im Zentrum des Parks. Dieses vier Meter hohe astronomische Kunstwerk des amerikanischen Bildhauers Paul Manship stellt die Sternbilder des Himmelsgewölbes dar und wurde 1939 als Symbol für das universelle Streben nach weltweiter Harmonie und wissenschaftlicher Ordnung aufgestellt.
Unter dem Palastboden ruht eine bronzene Zeitkapsel, die am zehnten Juli 1929 bei der Grundsteinlegung feierlich versenkt wurde; sie enthält die Gründungsakte des Völkerbundes sowie Münzen aller damaligen Mitgliedsländer. Zu den architektonischen Höhepunkten des Inneren zählt der Saal der Menschenrechte mit seiner spektakulären Deckeninstallation des spanischen Künstlers Miquel Barceló aus farbigen Stalaktiten aus sechzehn Tonnen Meersalz und Pigmenten.
Auf den weitläufigen Terrassen stolzieren bunte Pfauen frei über die Rasenflächen, ein lebendiges Vermächtnis des ursprünglichen Grundstücksstifters Gustave Revilliod. Durch die alten Baumkronen des Parks glitzert das blaue Wasser des Genfersees, während in den holzgetäfelten Sälen über globale Abrüstung, Menschenrechte und humanitäre Hilfseinsätze verhandelt wird. Ein Monument von welthistorischem Rang. Im berühmten Konferenzsaal der Abrüstungskonferenz werfen die monumentalen Wandgemälde von José Maria Sert dramatische Schatten auf die Verhandlungstische der Delegierten. Durch die weit geöffneten Flügelfenster weht der Duft des uralten Parks herein, während Diplomaten um jedes einzelne Wort verbindlicher Völkerrechtsverträge ringen. Die Geschichte der modernen Weltgemeinschaft ist in diesen steinernen Hallen allgegenwärtig.
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