Internationales Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum

Why is it significant?

Treten Sie vor den Eingang des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums, das sich terrassenförmig in den Hang unterhalb des IKRK-Hauptsitzes schmiegt.

Key Facts

PlaceInternationales Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum
AddressAvenue de la Paix 17, 1202 Genf, Schweiz
Geo Coordinates46.22720, 6.13600
Part of WalkInternationales Genf: Völkerbundpalast und Erbe des Roten Kreuzes
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Treten Sie vor den Eingang des Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondmuseums, das sich terrassenförmig in den Hang unterhalb des IKRK-Hauptsitzes schmiegt. Im Jahr 1988 eröffnet und 2013 nach Plänen renommierter internationaler Ausstellungsarchitekten wie Shigeru Ban und Gringo Cardia grundlegend modernisiert, ist dieses Museum das weltweit einzige Haus, das sich vollumfänglich der Geschichte, den Grundsätzen und den täglichen Herausforderungen der weltweiten humanitären Hilfe widmet.

Bewundern Sie vor dem Eingang die ergreifende Skulpturengruppe Die Versteinerten des Künstlers Carl Bucher, die anonymer Opfer von Gewalt, politischer Verfolgung und Krieg gedenkt. Im Inneren führt die Dauerausstellung Das humanitäre Abenteuer durch drei interaktive Themenbereiche: Die Menschenwürde verteidigen, Familienbande wiederherstellen und Risiken von Naturkatastrophen verringern.

Hier wird das Erbe von Henry Dunant lebendig, der 1859 die blutige Schlacht von Solferino in Norditalien miterlebte und angesichts von vierzigtausend verwundeten und sterbenden Soldaten die revolutionäre Idee entwickelte, freiwillige Hilfsgesellschaften für Kriegszeiten zu gründen. Aus seiner Denkschrift Eine Erinnerung an Solferino entstanden 1863 das Rote Kreuz und 1864 die erste Genfer Konvention.

Zu den bewegendsten Exponaten zählen die originalen Karteikarten der Internationalen Zentralstelle für Kriegsgefangene aus dem Ersten Weltkrieg, die Millionen von Familien halfen, vermisste Soldaten wiederzufinden. Interaktive Zeugnisse von Überlebenden und Helfern aus aller Welt machen den Besuch zu einer zutiefst berührenden humanitären Lektion. Ein Leuchtturm der Menschlichkeit mitten in Genf. Die ergreifenden Foto- und Tondokumente von Delegierten an weltweiten Kriegsschauplätzen führen die existenzielle Notwendigkeit neutraler humanitärer Hilfe eindringlich vor Augen. Beim Verlassen der Ausstellungsräume blickt man mit geschärftem Blick auf die umliegenden internationalen Organisationen, deren weltweite Mission hier ihre tiefsten ethischen Wurzeln hat. Ein Besuch, der lange im Gedächtnis nachhallt, tiefen Mut macht und den unschätzbaren Wert selbstlosen humanitären Handelns für kommende Generationen unmittelbar spürbar werden lässt.

Steigen Sie den Hügelpfad hinauf und gehen Sie zum monumentalen Pregny-Tor an der Avenue de la Paix.