Abtei Deutz und Heribertus-Schrein

Why is it significant?

Bestaunen Sie die mächtige neuromanische Doppelturmfassade von Neu Sankt Heribert, die im späten neunzehnten Jahrhundert als würdiger Nachfolgebau der alten Abteikirche errichtet wurde.

Key Facts

PlaceAbtei Deutz und Heribertus-Schrein
AddressTempelstraße 2, 50679 Köln, Deutschland
Geo Coordinates50.93600, 6.97250
Part of WalkDeutz, Rheinboulevard und Schäl Sick: Historisches Kastell, Dompanorama und Rheinpark
GeneratedGenerated

Open the walk

Bestaunen Sie die mächtige neuromanische Doppelturmfassade von Neu Sankt Heribert, die im späten neunzehnten Jahrhundert als würdiger Nachfolgebau der alten Abteikirche errichtet wurde. Mit ihren massiven Tuffsteinquadern und dem monumentalen Vierungsturm spiegelt das Bauwerk die Formensprache der großen romanischen Kirchen Kölns wider. Doch der größte kunsthistorische Schatz dieses Gotteshauses verbirgt sich im festlichen Inneren: der weltberühmte romanische Heribertus-Schrein.

Treten Sie vor die gesicherte Schatzkapelle und betrachten Sie die atemberaubende Goldschmiedekunst dieses Reliquiars aus dem zwölften Jahrhundert. Meister Nikolaus von Verdun und seine rheinischen Zeitgenossen schufen diesen Schrein um das Jahr 1175 aus feuervergoldetem Kupfer, Silber, Grubenschmelz und unzähligen glänzenden Edelsteinen. Auf den Längsseiten sind die zwölf Apostel sowie kunstvolle Szenen aus dem Leben des heiligen Heribert dargestellt. Die kunstvollen Goldreliefs erzählen von tiefer Frömmigkeit und der herausragenden Meisterschaft rheinischer Goldschmiede des Hochmittelalters.

Unter Kunsthistorikern gilt der Heribertus-Schrein neben dem Dreikönigenschrein im Dom und dem Karlsschrein in Aachen als einer der drei vollkommensten romanischen Großschreine der gesamten Weltkunst. Die feinen Emaillearbeiten in leuchtendem Kobaltblau und Türkis haben über acht Jahrhunderte hinweg nichts von ihrer strahlenden Farbbrillanz eingebüßt. Der Schrein zieht Kunstliebhaber, Historiker und Pilger aus der ganzen Welt magisch an und zählt zu den Kronjuwelen des Kölner Domschatzes.

Während der schweren Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg wurde der Schrein in einem tiefen Felsenkeller im Sauerland vor den Zerstörungen in Sicherheit gebracht. Als die Kirche 1945 in Schutt und Asche lag, überlebte das Kunstwerk unversehrt und kehrte nach dem Wiederaufbau feierlich an seinen angestammten Platz in Deutz zurück. Die Basilika bildet das geistliche Zentrum von Deutz und hält die Erinnerung an Erzbischof Heribert und Kaiser Otto III. lebendig. Dieser geschichtsträchtige Ort spiegelt die tiefe Verbundenheit der Kölner mit ihrer reichen architektonischen Tradition wider und lädt zum Verweilen ein.

Verlassen Sie die Basilika und spazieren Sie die traditionsreiche Deutzer Freiheit hinauf, die als geschäftige Hauptstraße des Stadtteils einlädt.

Nearby stories