Die Rue Haute und das Bruegel-Haus : Die Lebensader der Jahrhunderte
Why is it significant?
Spazieren Sie über das geschäftige Pflaster der Rue Haute in Brüssel und halten Sie vor dem malerischen Treppengiebel mit den Steinkreuzfenstern bei der Hausnummer einhundertzweiunddreißig.
Key Facts
| Place | Die Rue Haute und das Bruegel-Haus : Die Lebensader der Jahrhunderte |
|---|---|
| Address | Rue Haute 132, 1000 Bruxelles, Belgium |
| Geo Coordinates | 50.84000, 4.35100 |
| Part of Walk | Brüssel : Jugendstil, Horta und die Marolles |
| Generated | Generated |
Spazieren Sie über das geschäftige Pflaster der Rue Haute in Brüssel und halten Sie vor dem malerischen Treppengiebel mit den Steinkreuzfenstern bei der Hausnummer einhundertzweiunddreißig. Der festen Überlieferung der Brüsseler Bürger nach war dieses stolze Bürgerhaus aus dem sechzehnten Jahrhundert das Wohnhaus und letzte Atelier des Malers Pieter Bruegel der Ältere, der hier bis zu seinem Tode im Jahre fünfzehnhundertneunundsechzig seine berühmtesten Werke schuf, die das Alltagsleben der einfachen Leute mit unvergleichlicher Tiefe und Menschlichkeit porträtierten und bis heute das Herz jedes Kunstliebhabers tief berühren.
Die Rue Haute ist die älteste befahrbare Straße von Brüssel: Sie folgt der Trasse einer antiken Römerstraße, die einst die Römerstadt Bavay mit Köln am Rhein verband. Da sie auf einem trockenen Sandrücken hoch über den unpassierbaren Sümpfen des Flusses Senne verlief, bildete sie bereits im frühen Mittelalter die zentrale Achse für Händler, Pilger und Handwerker, die ihre Waren sicher vor Überschwemmungen in die blühende Handelsstadt transportieren konnten.
In der Rue Haute lebte Bruegel mitten unter den Menschen, die er in seinen Bildern verewigte. Zeitgenossen berichten, dass sich der Maler oft im Gewand eines einfachen Bauern unter ländliche Hochzeitsgesellschaften und Wirtshauskirmessen mischte, um die Gesichter der Zecher, Dudelsackspieler und Tänzer in seinen Skizzenbüchern naturgetreu festzuhalten, um die pure Wahrheit des Lebens auf Leinwand und Holztafel zu bannen.
Heute ist die Rue Haute die lebendigste Antiquitäten- und Künstlermeile von Brüssel. Zwischen urigen Trödlern, Galerien für zeitgenössische Kunst und Buchhandlungen finden sich gemütliche Estaminets, in denen man noch heute Blutwurst, Trockenwürste und die herben Lambic-Biere der Senne-Region nach alter Väter Sitte genießt und bei einem Krug Bier die jahrhundertealte Seele von Brüssel in vollen Zügen einatmet.
Folgen Sie der Rue Haute weiter nach Nordosten, biegen Sie rechts in die Rue Joseph Stevens ein und steigen Sie zum Grand Sablon hinauf.