Das Horta-Museum : Der Tempel der organischen Linie
Why is it significant?
Treten Sie auf den Bürgersteig der Rue Américaine vor die elegante Doppelfassade aus hellem Kalkstein und geschmiedetem Eisen des Horta-Museums in Brüssel, wo der Altmeister des Jugendstils von achtzehnhundertachtundneunzig bis neunzehnhundertneunzehn lebte und arbeitete.
Key Facts
| Place | Das Horta-Museum : Der Tempel der organischen Linie |
|---|---|
| Address | Rue Américaine 25, 1060 Saint-Gilles, Belgium |
| Geo Coordinates | 50.82420, 4.35560 |
| Part of Walk | Brüssel : Jugendstil, Horta und die Marolles |
| Generated | Generated |
Treten Sie auf den Bürgersteig der Rue Américaine vor die elegante Doppelfassade aus hellem Kalkstein und geschmiedetem Eisen des Horta-Museums in Brüssel, wo der Altmeister des Jugendstils von achtzehnhundertachtundneunzig bis neunzehnhundertneunzehn lebte und arbeitete. Betrachten Sie, wie die gusseisernen Balkongeländer wie lebendige Schlingpflanzen über den Werkstein ranken und radikal mit der starren Symmetrie der damaligen Neorenaissance brechen. Jedes architektonische Detail atmet den Geist einer neuen Ära, in der Natur und Baukunst zu einer untrennbaren Einheit verschmelzen, die den Beginn der modernen europäischen Architektur markiert und Brüssel zu einer europäischen Hochburg der modernen Baukunst erhob.
Der Brüsseler Jugendstil entstand in den achtzehnhundertneunziger Jahren, beflügelt durch den enormen wirtschaftlichen Reichtum Belgiens und die Meisterschaft der wallonischen Stahlwerker. Victor Horta schaffte die traditionellen, dunklen Zwischenwände der Bürgerhäuser ab und ersetzte sie durch schlanke, sichtbare Gusseisenstützen, die das Tageslicht ungehindert bis tief in das Herz des Gebäudes strömen ließen und das Wohnen revolutionierten und den Bewohnern ein Gefühl von Weite und Freiheit schenkten.
Treten Sie durch die Tür und erleben Sie ein vollendetes Gesamtkunstwerk: Jedes einzelne Element wurde von Horta persönlich gezeichnet, von den wellenförmigen Marmormosaiken des Fußbodens über die geschwungenen Treppenhandläufe aus Eschenholz bis hin zu den Messingheizkörpern und Türklinken, die sich sanft an die Handfläche des Eintretenden schmiegen und die tiefe Liebe des Meisters zum handwerklichen Detail offenbaren.
Das zentrale Treppenhaus wird von einem spektakulären Oberlicht aus Buntglas gekrönt, das goldenes Sonnenlicht hinabfließen lässt. Durch kunstvoll gewinkelte Spiegel auf den Treppenabsätzen vervielfachte Horta die Helligkeit und erzeugte eine Illusion von unendlichem Raum auf einem erstaunlich schmalen städtischen Grundstück, wodurch das Haus zu einem wahren Meisterwerk der räumlichen Illusion und Eleganz wurde.
Gehen Sie die Rue Américaine nach Nordwesten hinauf, biegen Sie rechts auf die Chaussée de Charleroi ab und folgen Sie der Rue Paul Émile Janson zum revolutionären Hôtel Tassel.