Die Börse von Brüssel : Palast des Handels und des Bieres

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Stellen Sie sich an den Fuß der breiten Freitreppe der Börse von Brüssel und betrachten Sie die mächtigen korinthischen Säulen, die gemeißelten Giebelreliefs und die monumentalen Steinlöwen, die den Eingang dieses bürgerlichen Palastes bewachen.

Key Facts

PlaceDie Börse von Brüssel : Palast des Handels und des Bieres
AddressPlace de la Bourse 1, 1000 Bruxelles, Belgium
Geo Coordinates50.84820, 4.35030
Part of WalkBrüssel : Grand-Place und Königliches Viertel
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Stellen Sie sich an den Fuß der breiten Freitreppe der Börse von Brüssel und betrachten Sie die mächtigen korinthischen Säulen, die gemeißelten Giebelreliefs und die monumentalen Steinlöwen, die den Eingang dieses bürgerlichen Palastes bewachen. Errichtet zwischen achtzehhundertachtundsechzig und achtzehnhundertdreiundsiebzig nach Entwürfen des Architekten Léon-Pierre Suys, symbolisierte dieses monumentale Bauwerk den enormen wirtschaftlichen Aufstieg Belgiens zu einer führenden Industrienation des Kontinents. Die opulente Fassade verknüpft neoklassizistische Strenge mit barocker Prachtentfaltung.

Schauen Sie genau auf die detailreichen Steinfriese und Allegorien am oberen Kranzgesims der Hauptfassade. Ein damals noch völlig unbekannter junger französischer Bildhauer namens Auguste Rodin lebte und arbeitete von achtzehnhunderteinundsiebzig bis achtzehnhundertsiebenundsiebzig in Brüssel und meißelte hier als Geselle allegorische Figuren des Handels und der Seefahrt in den Kalkstein, lange bevor er mit Meisterwerken wie dem Denker und dem Kuss weltweiten Nachruhm erlangte.

Die Börse von Brüssel wurde direkt über dem unterirdisch überwölbten Flussbett der Senne erbaut. Sie bildete das Prunkstück der städtebaulichen Großprojekte von Bürgermeister Jules Anspach, der das mittelalterliche Häusergewirr der Unterstadt nach Pariser Vorbild durch weite, schnurgerade Prachtboulevards ersetzen ließ, um Seuchen einzudämmen und dem modernen Verkehr Raum zu schaffen. Unter dem Platz schlummern noch Fundamente des alten Franziskanerklosters aus dem dreizehnten Jahrhundert, die heute in einer unterirdischen archäologischen Stätte bestaunt werden können.

Nach einer umfassenden denkmalgerechten Sanierung öffnete die historische Schalterhalle im Jahre zweitausenddreiundzwanzig als interaktives Erlebniszentrum Belgian Beer World ihre Pforten. Besucher erkunden dort das immaterielle UNESCO-Kulturerbe der belgischen Bierkultur, von den jahrhundertealten Klöstern der Trappisten bis zu den spontanvergorenen Lambics des Sennetals, deren komplexe Aromen und jahrhundertealte Brautraditionen auf der ganzen Welt als unnachahmliches Kulturgut gefeiert werden.

Steigen Sie die Stufen hinab, wenden Sie sich nach Südosten in die Rue Henri Maus und folgen Sie der Rue de l'Étuve bis zur berühmtesten Bronzefigur der Stadt.