Gibson House Museum und Viktorianischer Wohnalltag

Why is it significant?

Vor Ihnen liegt das Gibson House Museum in der Beacon Street Nummer einhundertsiebenunddreißig, eine der authentischsten und besterhaltenen Zeitkapseln großbürgerlichen Wohnens des neunzehnten Jahrhunderts in ganz Amerika.

Key Facts

PlaceGibson House Museum und Viktorianischer Wohnalltag
Address137 Beacon St, Boston, MA 02116, United States
Geo Coordinates42.35400, -71.07400
Part of WalkBack Bay, Copley Square und Commonwealth Avenue: Bostons Viktorianische Pracht
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Vor Ihnen liegt das Gibson House Museum in der Beacon Street Nummer einhundertsiebenunddreißig, eine der authentischsten und besterhaltenen Zeitkapseln großbürgerlichen Wohnens des neunzehnten Jahrhunderts in ganz Amerika. Im Jahr 1859 für die Witwe Catherine Hammond Gibson erbaut, war dieses vierstöckige Sandsteinpalais im Italianate-Stil eines der ersten privaten Wohnhäuser in der Back Bay, entworfen von dem Bostoner Architekten Edward Clarke Cabot.

Im Gegensatz zu fast allen anderen Stadtpalästen der Epoche wurde das Gibson House nie modernisiert oder umgebaut. Als Catherines exzentrischer Enkel, der Schriftsteller Charles Hammond Gibson Junior, 1954 starb, vermachte er das gesamte Gebäude der Öffentlichkeit mit der Auflage, jedes Möbelstück, jedes Kleid und jedes Geschirrteil unverändert am angestammten Platz zu belassen.

Das Betreten der gedämpft beleuchteten Räume gleicht einer Reise in die Romane von Henry James. Die Eingangshalle ist mit geprägter Ledertapete ausgeschlagen, die in den 1870er Jahren aus Japan importiert wurde. Im Salon stehen Palisandersessel im Rokoko-Revival-Stil, schwere Samtvorhänge dämpfen das Licht, und ein historischer Flügel kündet von musikalischen Abenden. Im Souterrain befindet sich die originale Gesindeküche mit gewaltigem gusseisernem Kohleherd und der mechanischen Klingeltafel aus Messing, mit der die Familie das irische Dienstpersonal herbeirief. Das Haus bietet einen unverfälschten Einblick in das strenge Hofzeremoniell und die Privilegien der Bostoner High Society. Die edlen Mahagonimöbel, die funkelnden Kristalllüster und die goldgerahmten Familienporträts erzählen von einem Leben voll kultivierter Fülle und gesellschaftlicher Verpflichtungen. Bei der Führung durch die Schlafräume und Ankleidezimmer entdeckt man historische Toilettengarnituren, seidene Gewänder und kostbare Reisesouvenirs aus aller Welt. Das Haus vermittelt nicht nur die Pracht der Herrschaftsetagen, sondern würdigt auch das unermüdliche Wirken der Bediensteten, die diesen anspruchsvollen Haushalt tagein, tagaus am Laufen hielten. Ein faszinierendes Dokument vergangener Lebensart mitten im modernen Boston.

Die sorgfältig gemeißelten Fensterstürze und gusseisernen Geländer verströmen historische Würde. Dieses Haus bewahrt das persönliche Andenken der Familien, die Boston zur Kulturhauptstadt Amerikas machten.

Biegen Sie nach Süden in die Clarendon Street zu den Boutiquen der Newbury Street.

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